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Die Folgen des Klimawandels direkt vor der Tür: Aufforstung der Waldregionen

Ausgangssituation

In Kambodscha leben knapp 80 Prozent der Bevölkerung als Kleinbauern auf dem Land, mehr als die Hälfte davon in Armut. Dazu leidet das Land unter einer der höchsten Abholzungsraten der Welt. Unkontrollierte Brände und illegales Abholzen zerstören Lebensräume und natürliche Ressourcen. Durch die dadurch entstehenden Klimaveränderungen nehmen auch die Armutsprobleme bei den ohnehin am Existenzminimum lebenden Kleinbauern und Waldbewohnern immer mehr zu.

Die terre des hommes Partnerorganisation

Die Umweltorganisation Santi Sena ist in Kambodscha eine bekannte Anlaufstelle für die Arbeit in den Bereichen Ressourcenschutz und Artenvielfalt. In der Projektregion Svay Rieng setzen sie sich in über 320 Dörfern aktiv für die Verbesserung der Lebensgrundlagen ein. Die Projekte werden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt.

Maßnahmen und Wirkungen

Gemeinsam mit den Dorfbewohnern baut Santi Sena im Rahmen von Pflanzaktionen Baumschulen zur Wiederaufforstung der Region auf. Durch spezielle Feuerschutzmaßnahmen werden die Pflanzen vor neuen Bränden geschützt. Dazu steht Santi Sena in regelmäßigem Kontakt mit den Gemeinden, um die Anerkennung der angrenzenden Wälder als Naturschutzzonen zu erreichen. Kinder und Jugendliche bekommen in den Schulen die Möglichkeit, sich in Umweltgruppen zu engagieren und als Multiplikatoren ausbilden zu lassen. Regelmäßige Umweltevents sollen zum einen das Umweltbewusstsein bei den Schülerinnen und Schülern stärken und zum anderen das Interesse für Eigenengagement wecken. Außerdem soll die Umweltthematik als Schwerpunkt im Schulcurriculum verankert werden.

Herausforderungen und Planung

Die Armut zwingt immer noch viele Familien zur illegalen Abholzung – sei es zum Verkauf oder als Brennstoff für den eigenen Haushalt. Santi Sena und terre des hommes streben deshalb den Aufbau von Landwirtschaftskooperationen, beispielsweise mit großen Reisexportfirmen, sowie die Einführung verbesserte Brennöfen und Biogasanlagen an.

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