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Mitarbeiter*innen im Portrait:
Nguyen Te The, Vietnam

»Die Kinder hatten kaum Zeit zum Lernen oder Spielen. Jetzt gibt es fließendes Wasser in der Gemeinde. Kinder haben nun eine echte Chance auf eine bessere Zukunft durch Bildung - das macht mich stolz und glücklich.«

Laos und Vietnam gehören zu den ärmsten Ländern der Welt. Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen unterstützen wir dort junge Menschen mit Bildungs- und Gesundheitsangeboten. Nguyen Te The arbeitet seit 1994 als Länderkoordinator für unsere Projekte in Laos und Vietnam. Wir haben ihm ein paar Fragen zu seiner Arbeit gestellt.

Das Erste, was du tust, wenn du morgens aufstehst…

Ich bin ein Frühaufsteher. Ich mache mir sofort einen grünen Tee, danach mache ich eine Stunde Sport, auch wenn ich auf Reisen bin. Tee und Turnschuhe sind immer im Reisekoffer.

Dein Weg zu terre des hommes…

Fast 20 Jahre nach dem Vietnam-Krieg, war das Land sehr arm. Es gab nicht genug Lebensmittel - über 50% der Kinder unter 5 Jahren waren unterernährt. Die Folgen des Krieges waren noch überall zu spüren. Ich habe an der Universität für Land- und Forstwirtschaft Ho Chi Minh Stadt (UAF) gearbeitet. Während meiner Dienstreisen bin ich quer durch das Land gereist. Ich habe gesehen, wie arm die Menschen waren, besonders auf dem Land und in den Bergregionen. An meiner Universität haben wir einige Projekte ausgearbeitet, um Menschen zu helfen. Wir konnten wegen der fehlenden Finanzierungsmittel nicht weitermachen. Es gab keine internationalen Institutionen, an die wir uns wenden konnte, um Hilfsmittel zu erfragen. Eines Tages, im Frühjahr 1994, habe ich eine Stellenanzeige von terre des hommes Deutschland e.V. gesehen. Es war genau das, wonach ich gesucht habe, um den Menschen zu helfen. Ich habe die Stelle sofort angenommen und bis heute halte ich das immer noch für die richtige Entscheidung.

Wie die Corona-Pandemie die Projektarbeit verändert hat…

COVID-19 hat viel geändert, auch meine Arbeit. Die Projektbesuche sind eingeschränkt, besonders internationale Reisen sind nicht immer möglich. Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und haben nicht mehr genug Geld, um ausreichend Lebensmittel zu kaufen. Einige Kinder müssen sich Arbeit suchen, um ihre Familien zu unterstützen. Es zwingt Kindern teilweise zu arbeiten. Die Pandemie stellt uns vor ganz neue Herausforderungen. Aber wir müssen uns anpassen und weitermachen.

Projekte, Menschen, Momente, die dich beeindruckt haben…

Besonders in Erinnerung ist mir das strahlende Lächeln der Bewohner*innen eines Bergdorfes in Vietnam. Wir haben dort ein Wasserwerk gebaut und 3.400 Menschen mit Trinkwasser versorgt. Vorher mussten meist Frauen und Kinder mehrmals täglich weite Strecken zum Bach laufen und Wasser holen. Die Kinder hatten kaum Zeit zum Lernen oder Spielen. Jetzt gibt es fließendes Wasser in der Gemeinde. Kinder haben nun eine echte Chance auf eine bessere Zukunft durch Bildung - das macht mich stolz und glücklich.

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