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1.6.: Ohne Wasser kein Leben

Ayacucho im Andenhochland ist die nächste Projektregion, die wir besuchen. Wir müssen früh aufstehen, der Linien-Fernbus fährt um 8 Uhr ab. Während wir auf den Bus warten, beobachten wir fasziniert das Leben auf dem Bahnhof.

Die Fahrt geht zunächst stundenlang an der Küste entlang. Wir haben zwar schon in Lima das trockene Umland bemerkt, sind aber über das tatsächliche Ausmaß erstaunt. Endlos zieht sich die Wüste dahin, reiht sich Düne an Düne. Zwischendurch hermetisch mit Folien abgeschlossene Hühner-Legebatterien oder Schweinezuchten.

Unterbrochen wird die Einöde nur, wenn sich ein Bach oder Fluss ins Meer ergießt. Dann findet intensiver Ackerbau statt: Baumwolle, Orangen, Gemüse, Mais. Es gibt an der Küste praktisch keinen Regen. Die Flüsse werden ausschließlich von Andengletschern gespeist. Da diese immer schneller abschmelzen, gibt es zwar im Augenblick genug Wasser. Was aber künftig aus der Landwirtschaft und den Menschen hier wird, weiß keiner.

Schließlich verlassen wir die Küste, die Fahrt ins Hochland beginnt. Es geht zunächst den Fluss Pisco entlang, dessen Wasser auch hier eine grüne Oase speist. Wein wird angepflanzt, in größeren Höhen gibt es Milch- und Viehwirtschaft. Je höher wir kommen, desto idyllischer ist es. Auf etwa 2.000 Meter Höhe wachsen Eukalyptus-Bäume, blühen Blumen, grasen Kühe. Es ist wunderschön.

Unsere Fahrt führt weiter hinauf, gilt es doch, einen 4.700 Meter hohen Pass zu überwinden, bis es wieder bergab nach Ayacucho auf 2.800 Meter geht. Nahezu euphorisch grüßen wir unsere ersten Lamas. Allerdings leiden einige von uns unter der Höhe und den vielen Kurven. Gut, dass es Plastiktüten im Bus gibt… Doch die Stimmung ist gut, wir singen Volkslieder, Schlager, und was uns sonst noch so einfällt. Man muss immer das beste draus machen.

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