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Kein Einsatz von Kindern als Soldat*innen!
Am 12. Februar ist Red Hand Day!

Am 12. Februar ist #RedHandDay. Das heißt: Wir protestieren gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der genzen Welt gegen den Einsatz von Kindern als Soldat*innen. Hilf mit und zeig deine rote Hand! Warum das so wichtig ist? Es gibt immer noch 250.000 Kindersoldat*innen weltweit. Sie brauchen Hilfsprogramme, Schutz und Asyl. Waffenexporte müssen gestoppt werden.

Red Hand Day 2021 Online: Deine Rote Hand zählt!

Aufgrund der Corona-Pandemie wird der Red Hand Day 2021 vor allem online stattfinden. Bist du dabei? Mach ein Foto von dir mit deiner roten Hand und poste es auf Instagram oder Facebook zusammen mit dem Hashtag #RedHandDay und deiner Forderung. Keine Fingerfarbe zur Hand? Mal einfach eine rote Hand aufs Papier und halte sie auf dem Foto hoch. Oder poste einfach ein Bild von dir mit dem #RedHandDay-Sticker auf Instagram und mach mit bei der Challenge am 12. Februar.

Anleitung und Beispiele

Hintergrund

Rund 250.000 Mädchen und Jungen weltweit dienen Armeen, Rebellengruppen und Paramilitärs als Kindersoldat*innen. Zu ihrer Rekrutierung ist jedes Mittel recht: Sie werden entführt, bedroht, mit falschen Versprechungen gelockt, ihre Not wird ausgenutzt. Einmal in den Reihen der Milizen werden sie schonungslos eingesetzt als Kuriere, Spione, zur Minenräumung und im Kampf. Drogen sollen sie gefügiger machen, Ungehorsam und mangelnde Loyalität werden hart bestraft.

Nur wenige werden befreit oder können fliehen. In Projekten von terre des hommes finden ehemalige Kindersoldat*innen Sicherheit und Geborgenheit. Ihnen wird geholfen, das Erlebte zu verarbeiten. Schul- und Ausbildungsangebote ermöglichen den Start in ein neues Leben. Aber auch Prävention ist ein wichtiger Teil der Arbeit.


Forderungen

»Straight 18!« Kein Einsatz von unter 18-Jährigen in Armeen oder bewaffneten Gruppen

Kinder unter 18 Jahren dürfen weder freiwillig noch zwangsweise rekrutiert oder als Soldat*innen eingesetzt werden. Dies gilt unabhängig von der Funktion und davon, ob sie eine Waffe tragen. Alle Mädchen und Jungen unter 18 Jahren müssen aus Armeen und bewaffneten Gruppen entlassen werden. Auch dürfen unter 18-Jährige prinzipiell nicht für Armeen oder bewaffnete Gruppen geworben werden. Dies gilt auch für die Bundeswehr, die weiter 17-Jährige rekrutiert und bei Schüler*innen wirbt.  

Hilfe und politisches Asyl für ehemalige Kindersoldat*innen und Kinder, denen Zwangsrekrutierung droht

Wenn Minderjährige vor Zwangsrekrutierungen fliehen, brauchen sie Schutz und Asyl. Das ist jedoch viel zu selten der Fall. Nur wenige kommen nach Deutschland und Europa und ihr Weg ist gefährlich. Hier angekommen, droht vielen die Abschiebung. Im ersten Halbjahr 2020 haben zum Beispiel nur noch 49 Prozent der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (umF) aus Afghanistan und 57 Prozent der umF aus Somalia einen Schutzstatus erhalten - obwohl in beiden Ländern Minderjährige durch Islamisten zwangsrekrutiert werden. Wir fordern vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge seine Entscheidungspraxis zu ändern und Minderjährigen aus Ländern, in denen Rekrutierungen drohen, Schutz zu gewähren.

Stopp aller Exporte von Kleinwaffen und Munition

  • Stopp der Exporte von »Kleinwaffen und Leichten Waffen« (gemäß UN-Definition) und dazugehöriger Munition.
  • Stopp der Rüstungsexporte an kriegführende Länder, Länder mit bewaffneten Konflikten oder schweren Menschen- und Kinderrechtsverletzungen.
  • Insbesondere Stopp aller Rüstungsexporte in Länder, in denen eine der sechs schweren Kinderrechtsverletzungen in bewaffneten Konflikten stattfinden (gemäß UN-Definition): die Rekrutierung von Kindern als Soldaten, das Töten und Verstümmeln von Kindern, die Entführung von Kindern, sexuelle Gewalt gegen Kinder, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser, Verweigerung des Zugangs zu humanitärer Hilfe.
  • Gesetzliche Verankerung der UN-Arbeitsdefinition für Kleinwaffen und leichte Waffen, damit künftig auch Pistolen, Handgranaten, alle Gewehrtypen, etc. erfasst werden. Dies ist laut internationalem Waffenhandelsabkommen verpflichtend.
  • Keine Lizenzvergaben zum Nachbau deutscher Waffen und Munition im Ausland. Verpflichtende Kontrollen des Endverbleibs aller Rüstungsgüter und harte Sanktionen bei Verstößen.
  • Keine bevorzugte Sonderbehandlung von NATO- und EU-Staaten, auch um den Re-Export von deutschen Waffen über solche Länder in Konfliktregionen zu verhindern.
  • Keine Steuergelder für Rüstungsexporte: Keine Absicherung von Rüstungsgeschäften durch staatliche Kredite und Bürgschaften (wie Hermes-Bürgschaften).
  • Stark verbesserte Transparenz und Berichtspflichten: Jede Rüstungsexportgenehmigung muss veröffentlicht und begründet werden.
  • Klagerecht für Opfer und zivilgesellschaftliche Organisationen (Verbandsklagerecht).
  • Gesetzliche Sorgfaltspflicht der Rüstungsunternehmen für Menschenrechte (Stichwort Lieferkettengesetz).

Finanzielle Unterstützung von Hilfsprogrammen für Kindersoldat*innen ausbauen

Die staatlichen und internationalen Mittel für Präventions- und Reintegrationsprogramme für Kindersoldat*innen müssen deutlich erhöht werden. In vielen Ländern mit Kindersoldat*innen gibt es keinerlei Mittel für solche Programme.


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