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Politischer Rückenwind für terre des hommes-Kampagne

terre des hommes hat das Ziel, das Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt bei den Vereinten Nationen als verbindliches Völkerrecht zu verankern. Um das zu erreichen, muss das Vorhaben von möglichst vielen Staaten unterstützt werden. Deutschland ist Mitglied im Menschenrechtsrat und der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Beide Gremien werden sich in den kommenden Monaten mit dem Thema befassen. Die Bundesregierung hat mehrfach betont, eine Führungsrolle in der Menschenrechtspolitik zu übernehmen. Zum Recht auf eine gesunde Umwelt nahm die Bundesrepublik Deutschland bislang jedoch eine zurückhaltende Position ein. Im Februar nutzte terre des hommes-Kinderrechtsexperte Jonas Schubert deshalb einen Gesprächstermin mit Außenminister Heiko Maas, um der Forderung Nachdruck zu verleihen. Die Bemühungen zeigen Erfolg. Zum Auftakt der gegenwärtigen Sitzung des UN-Menschenrechtsrats stellte der deutsche Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf der Initiative für das Recht auf eine gesunde Umwelt die Unterstützung Deutschlands in Aussicht.

Nun wird es darauf ankommen, dass möglichst viele Staaten bereits im Vorfeld der Abstimmungen ein positives Signal setzen. Dazu führt terre des hommes zurzeit intensive Gespräche mit anderen Regierungsvertreter*innen und den zuständigen Gremien der Vereinten Nationen. Ab Mitte September wird sich der UN-Menschenrechtsausschuss mit dem Recht auf eine gesunde Umwelt befassen. Der positive Einfluss der Bundesrepublik Deutschland wird dabei von entscheidender Bedeutung sein. Am 14. April wird sich die Kinderkommission des Deutschen Bundestages mit dem Thema »Kinder und ihre Umwelt« befassen. Zu dieser Anhörung ist Jonas Schubert als Sachverständiger geladen und wird dort die Initiative für ein internationales Recht auf eine gesunde Umwelt vorstellen.

Millionen Kinder leben in Ländern, die von Umweltzerstörung, Naturkatastrophen und den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Die dramatischen Folgen gefährden die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen. Vor diesem Hintergrund hat terre des hommes im vergangenen Herbst die internationale Kampagne »My Planet My Rights« gestartet. Was dies bewirken soll, erklärt Jonas Schubert, Kinderrechtsexperte von terre des hommes: »Wenn die UN das Recht auf eine gesunde Umwelt anerkennen würden, sind die Betroffenen nicht allein auf den guten Willen einer Regierung angewiesen, sondern können sich auf ein Recht berufen. Die Regierung ist in der Pflicht. Das ist besonders für arme und benachteiligte Kinder lebenswichtig: Von Klimawandel und Umweltzerstörung sind alle Kinder betroffen, doch die, die am Rande einer Müllkippe leben müssen, noch viel mehr.«

Im Internet sammelt terre des hommes mit einer Petition (My Planet My Rights) Unterschriften für die Anerkennung des Rechts auf eine gesunde Umwelt bei den Vereinten Nationen. Bisher haben bereits 28.000 Menschen ihre Unterstützung bekundet.

 

11.03.2021

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