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Die Pflanzen, Büsche und Bäume im Lehrgarten stehen scheinbar ungeordnet durcheinander. Aber die Pflanzen sind so kombiniert, dass sie einander schützen und stärken. Dünger und Pestizide sind überflüssig. Permakultur heißt das Zauberwort, ein ganzheitliches Konzept, das Ernährung, biologischen Anbau, Architektur und soziales Gefüge umfasst.

Schulkinder pflanzen gerade Setzlinge des heilkräftigen Baumes Moringa in kleine Mulden, auf die Wurzeln legen sie Stroh und Blätter. Jorge weiß, warum: »Das ist guter Dünger und hält Wasser fest, das in die Mulde fließt.« Bald soll der Speiseplan erweitert werden: In einem großen See neben den Beeten werden 25.000 Tilapis aufgezogen, robuste Süßwasserfische. Durch natürliches Gefälle läuft Regenwasser in den See. Er dient auch der Bewässerung. In Mahubo sind die Menschen auf Regen angewiesen, denn das Grundwasser ist zu salzig.

Ein paar Kilometer entfernt  liegen weitere Äcker. Sie werden in der Trockenzeit genutzt und aus einem danebenliegenden Stausee bewässert, den terre des hommes finanziert hat. »Dank des Stausees können sie jetzt das ganze Jahr anbauen und haben genug zu essen«, erzählt Carlos Manjate. Und mit Hilfe selbst gebauter Regenwassertanks gibt es auch immer sauberes Trinkwasser. Die Kinder lernen besser, seit sie ausgewogen ernährt werden, erzählen die Lehrer. Seit kurzem sind die Schulen erweitert worden um die 6. und 7. Klasse. Die älteren Kinder müssen nicht mehr den langen und oft gefährlichen Weg in die nächste Siedlung gehen.

Im Computerkurs, der nachmittags im Versammlungsraum angeboten wird, treffen wir Lea wieder, die lernen will, wie sie sich mit der Welt vernetzen kann – und träumen. Manjate passt das vaterlose Mädchen auf. Eine frühe Schwangerschaft zerstört jede Chance auf eine Ausbildung. Lea will bleiben und Krankenschwester werden. »Hier in Mahubo haben wir keine gute medizinische Versorgung.« Leas Mutter ist froh, dass Lea bleibt. Auf ihrem Schoß sitzt der zweijährige Sohn ihrer anderen Tochter, die in Südafrika ist.

Jorge will Pilot werden und besucht darum auch den Computerkurs. Manjate hat auch ein Auge auf Jorge, er wird dafür sorgen, dass er gefördert wird. »Es ist wie ein Traum für mich, dass Jorge unterstützt wird«, sagt seine Mutter Fatima Changue.

Immer noch gehen Jugendliche nach Südafrika. Aber immer mehr bleiben. Manjate ist stolz, dass die Bewohner von Mahubo aktiv mitarbeiten. »Nach der Anschubfinanzierung läuft es hier von selbst«, sagt er. »Ein Zeichen, dass die Hilfe ankommt.« Das Projekt ist noch in der Aufbauphase. Als nächstes sollen die Farmer anfangen, eigene Permakulturgärten anzubauen. Bald bekommen die Schulkinder in der Dorfküche ein gutes Mittagessen. Davon profitieren dann auch die Familien, die nicht an dem Projekt teilnehmen. Alle Kinder in Mahubo sollen ihre Zukunft einmal aus eigener Kraft gestalten können.

Dieses Projekt wird in Kooperation mit dem Bundesministerium für wirschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

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