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Wir unterstützen Kinder in Sambia

Seit den 1990er Jahren hat sich Sambia von einem zentralistischen Einparteienstaat zu einer demokratischen Republik mit freier Marktwirtschaft gewandelt. Heute gilt das Land als aufstrebende Demokratie im südlichen Afrika.

Eine der Haupteinnahmequellen des Binnenstaates ist der Export von Kupfer. In Sambia liegt das größte Kupferabbau- und -verhüttungsgebiet des afrikanischen Kontinents. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung profitiert allerdings nicht von der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Inzwischen ist die Kupfer-Produktion angesichts fallender Weltmarktpreise deutlich zurückgegangen. Die Abraumhalden der Minen und die unsachgemäße Handhabung der Schadstoffe aus dem Bergbau belasten die Umwelt und bedeuten gefährliche Gesundheitsrisiken für die Menschen, die unter saurem Regen, verseuchten Böden, verdrecktem Wasser und verschmutzter Luft leiden.

Ihre Ansprechpartnerin

Claudia Berker
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-166
c.berker@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Für das Recht von Kindern auf eine gesunde Umwelt

Das von terre des hommes geförderte Programm in der Süd- und Zentralprovinz des Landes konzentriert sich auf die Förderung des Kinderrechts auf eine gesunde und sichere Umwelt. Kinder und Jugendliche haben mit Unterstützung von terre des hommes Ökoclubs an Schulen gegründet und setzen sich gegenüber Behörden für Verbesserungen auf lokaler Ebene ein – zum Beispiel für eine funktionierende Müllbeseitigung oder den Zugang zu sauberem Wasser. Mehr als 2.000 Jungen und Mädchen sind bereits aktiv. Außerdem betreiben unsere Partnerorganisationen Aufklärungsarbeit zu den Folgen des Bergbaus auf die Gesundheit von Kindern, insbesondere im »Kupfergürtel« des Landes.

In der Gegend von Siavonga versorgen eigene Schulgärten 1.500 Kinder mit einer gesunden Mahlzeit.

Erfolge konnten auch beim Schutz von Kindern vor Missbrauch und Ausbeutung erzielt werden. Mehrere Hundert Jungen und Mädchen wurden aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen befreit. Sie besuchen mittlerweile die Schule und erhalten Unterstützung in ihrem Alltag. Mehr als 5.000 Kinder wurden mit den Projekten von terre des hommes erreicht und in die Lage versetzt, sich für ihre eigenen Belange und Interessen zu engagieren. Hieraus entstanden verschiedene Initiativen der Jugendlichen, zum Beispiel eine Kampagne für die Rechte von Mädchen, die aus Armut früh Beziehungen eingehen oder zwangsverheiratet werden.

Ausblick

Es bleibt wichtiger Bestandteil der Projektarbeit von terre des hommes, auf die Ursachen und Folgen von Umweltzerstörung, etwa durch Bergbau, aufmerksam zu machen. Dabei werden besonders die Rolle und das Engagement von Kindern und Jugendlichen selbst gestärkt, um ihnen mehr Gehör zu verschaffen. Im Verbund mit anderen sozialen Organisationen werden wir uns weiterhin für das Recht sambischer Kinder auf eine gesunde Umwelt stark machen und dagegen angehen, dass ihnen ihre Lebensgrundlagen – Luft, Wasser, Boden – genommen werden.


Projektbeispiel

Giftige Erde

Im bleiverseuchten Kabwe setzt sich terre des hommes für das Kinderrecht auf eine gesunde Umwelt ein. mehr

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