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Wir unterstützen Kinder in Simbabwe

Simbabwe befindet sich seit Jahren am wirtschaftlichen und sozialen Abgrund. Das einst florierende Land kann seine Bevölkerung nicht mehr ernähren – eine Folge von Misswirtschaft und politischen Fehlentscheidungen.

Menschenrechtsverletzungen sind an der Tagesordnung, und die Auswirkungen sind vielfältig: Viele Simbabwer sind in die Nachbarländer geflohen, vor allem nach Südafrika, wo sie versuchen, ihr Überleben zu sichern und etwas Geld zu verdienen. Diejenigen, die sich entschieden haben, in Simbabwe zu bleiben, kämpfen jeden Tag aufs Neue um ihre Zukunft. Mit dem wirtschaftlichen Abwärtstrend geht auch ein Abbau von Sozialleistungen einher, unter dem Bildungs- und Gesundheitssektor besonders leiden. Positiv hervorzuheben ist, dass Simbabwe 2013 eine neue Verfassung verabschiedet hat, in der die Würde von Kindern explizit anerkannt wird und die ihren Schutz in den Vordergrund stellt.

Ihre Ansprechpartnerin

Claudia Berker
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-166
c.berker@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Für ein gesundes Umfeld und den Schutz der Kinder

Um die Situation für die Menschen in Simbabwe erträglicher zu machen, leistet terre des hommes zusammen mit einheimischen Partnerorganisationen Unterstützung für von Armut betroffene Kinder und ihre Familien. Durch einen integrierten Hilfsansatz, der Bildungs-, Gesundheits- und Ernährungsprogramme miteinander verbindet, ist es gelungen, mehr als 10.000 Kindern Zugang zu nährstoffhaltiger Nahrung, Schulbildung, ärztlicher Versorgung und Aufklärung zum Schutz vor einer HIV-Infektion zu verschaffen. Rund 1.400 Familien wurden mit Nutz- und Trinkwasser versorgt, weitere 850 Haushalte haben Sanitäranlagen erhalten. Hinzu kamen Schulungsprogramme für rund 5.300 Bauern, die landwirtschaftliche Produktionstechniken erlernten, mit denen sie ihre Familien sicherer ernähren können.

Um sexuellen Missbrauch und ausbeuterische Kinderarbeit zu bekämpfen, wurden speziell geschulte und dadurch »kinderfreundliche« Polizeiposten oder Kindesschutzkomitees auf Gemeindeebene ins Leben gerufen. Diese konnten 1.500 Kinder identifizieren, die Opfer von Missbrauch und Ausbeutung wurden, und dafür sorgen, dass diese Kinder medizinische und psychologische Betreuung und Unterstützung erhielten. Weitere 1.500 Kinder wurden aus ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen befreit und besuchen nun eine Schule, und insgesamt mehr als 60.000 Kinder und Jugendliche nahmen an Aufklärungs- und Schulungsprogrammen teil.

Ausblick

Auch in Zukunft wird der Kinderschutz in der Programmarbeit von terre des hommes eine wichtige Rolle spielen müssen. Ferner ist es unser Ziel, die Ernährungssituation der Kinder zu verbessern sowie sexuellen Kindesmissbrauch und ausbeuterische Kinderarbeit zu bekämpfen.


Projektbeispiel

Zurück auf die Schulbank

Der terre des hommes-Partner CACLAZ bringt arbeitende Kinder und Jugendliche zurück auf die Schulbank.  mehr

Ein Notfalltelefon für den Kinderschutz

Wenn Kinder in Simbabwe die 116 wählen, brauchen sie dringend Hilfe, die über das Angebot eines üblichen Sorgentelefons hinausgeht: Probleme wie Zwangsverheiratung, Missbrauch und häusliche Gewalt ruft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Notfalltelefons auf den  Plan. mehr

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