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Corona-Katastrophe in Indien

Viele Kinder in den Elendsvierteln auf sich allein gestellt
Die zweite Welle der Corona-Pandemie bringt Indien an den Abgrund: Täglich sterben rund 4.000 Menschen durch das Virus, die Todeszahlen belaufen sich auf insgesamt 250.000 Menschen. Vor allem für die Kinder in den Elendsvierteln ist die Situation verheerend: »Wir sehen viele Mädchen und Jungen, die von einem Tag auf den anderen ihre Eltern an dem Virus verlieren und allein dastehen. Niemand kümmert sich um sie. Ohne Hilfe landen sie auf der Straße«, so die verzweifelte Beschreibung von Ritu, unsere Projektkoordinatorin aus Delhi.

Bitte helfen Sie jetzt den Mädchen und Jungen in Indien mit Ihrer Spende!

Gebraucht werden Nahrungsmittel und medizinische Basisausstattung
»Am dringendsten gebraucht werden Nahrungsmitteln und eine medizinische Basisausstattung, bestehend aus Fieber-Thermometern, Oxymetern, Vitamintabletten und Schutzmasken. Solche sogenannten »medical kits« funktionieren wie ein Erste-Hilfe-Set und sind sehr hilfreich, deshalb werden wir sie schnell zur Verfügung stellen«, sagt Ingrid Mendonca, Leiterin des Indienbüros.

Bitte spenden Sie!

Es werden jedoch auch andere Formen der Unterstützung geleistet: Eine Partnerorganisation hat einen sogenannten »Help Desk« eingerichtet, wo lebenswichtige Informationen zusammengestellt werden: Woher bekommt man am schnellsten Sauerstoff, welches Krankenhaus hat gerade wieder Betten zur Verfügung? Ein anderer Projektpartner vermittelt Kinder an staatliche Aufnahmestationen, wenn die Eltern an Corona gestorben oder so schwer erkrankt sind, dass sie sich nicht um die Kinder kümmern können.

Die Ärmsten trifft es am schlimmsten
Wie überall sind auch in Indien die Ärmsten am schwersten von den Folgen der Pandemie betroffen: Tagelöhner, die nach dem Lockdown Mitte letzten Jahres jetzt ein zweites Mal keine Rupie mehr verdienen; Wanderarbeiter*innen, die mit dem erneuten Herunterfahren des öffentlichen Lebens vor dem Nichts stehen und sich über hunderte von Kilometern auf den Weg in ihre Heimat machen.

Auch die Mitarbeiter*innen unseres Indien-Büros in Pune und verschiedenen Regionen des Landes sind persönlich von Corona betroffen. Erste-Infektionen sind bei mehreren Kolleg*innen aufgetreten, viele weitere trauern um Angehörige, die in den letzten Wochen an dem Virus gestorben sind. Die gesamte Belegschaft arbeitet trotzdem weiter, viele vom Homeoffice aus, um bei den Familien zu sein und sich wo nötig neben der Arbeit auch um ihre Kinder und gesundheitlich gefährdete Angehörige kümmern zu können. »Trotz aller Widrigkeiten stehen wir in Kontakt mit unseren Partnerorganisationen und kommunizieren landesweit per Videokonferenzen. So konnten wir schnell ermitteln, was jetzt am dringendsten benötigt wird«, sagt Ingrid Mendonca.

»Die Lage ist dramatisch, aber wir werden die Hoffnung nicht verlieren«
Ingrid Mendonca ist entschlossen, gemeinsam mit ihrem Team Hilfe zu leisten. »Die Lage ist dramatisch, wir alle sind betroffen. Aber sie schweißt uns auch noch näher zusammen. Wir gehen trotz allem davon aus, dass Solidarität untereinander und internationale Hilfe dafür sorgen werden, dass sich die Situation wieder bessert. Wir werden dazu beitragen, dass die Menschen Hoffnung schöpfen und Kinder wieder zur Schule gehen können.«

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende!

terre des hommes Deutschland e.V.
Spendenkonto
IBAN: DE34 2655 0105 0000 0111 22
Sparkasse Osnabrück
Stichwort: Corona-Nothilfe Indien

»Bitte geben Sie mir Sauerstoff!«

Jadoo ist 21 Jahre alt und lebt in der indischen Hauptstadt Delhi. Dort arbeitet er für eine Nichtregierungsorganisation und ist unter anderem für die Lebensmittelverteilung verantwortlich.

Jadoo hat die Situation in den Krankenhäusern selbst kennengelernt, da er mit Corona infiziert war. Im Interview beschreibt er, wie sich die medizinische Versorgung aufgrund der hohen Infektionszahlen weiter verschlechtert hat. mehr

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