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Wir unterstützen Kinder in Indonesien

Indonesien besteht aus mehr als 1.700 Inseln, auf denen rund 260 Millionen Menschen leben, davon knapp 90 Prozent Moslems. Das Land verzeichnete in den letzten Jahren ein enormes Wirtschaftswachstum, hat jedoch gleichzeitig große soziale Probleme: Ein Fünftel der Gesamtbevölkerung lebt in extremer Armut, die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter, Menschenrechtsverletzungen, Umweltzerstörung, Luftverschmutzung und Korruption sind Begleiterscheinungen des Wachstumskurses.

Der von der Regierung 2011 beschlossene sogenannte Masterplan für Wachstum und Beschleunigung sieht vor, Landwirtschaft, Bergbau- und Energiewirtschaft und den Tourismus noch stärker auszubauen. Die Schattenseiten dieses wirtschaftlichen Expansionsprogramms sind Landvertreibungen, Umweltzerstörung und Landflucht, die vor allen Dingen armen Familien die Lebensgrundlagen rauben. Besonders Kinder leiden unter den Begleiterscheinungen: In den Großstädten leben zahlreiche Kinder auf der Straße, die katastrophalen Umweltbedingungen fördern die Ausbreitung von Atemwegserkrankungen und anderen gesundheitlichen Problemen.

Ihr Ansprechpartner

Jan-Hinnerk Voss
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-118
j.voss@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Schutz und Stärkung der Kinder, Förderung von Gesundheit

Die Projektarbeit unserer Partnerorganisationen konzentriert sich in Indonesien auf den Schutz der Kinder vor Ausbeutung, die Förderung von Bildung und Umweltbewusstsein und die Stärkung der Selbstorganisation von Kindern und Jugendlichen. In West-Java fördert unser Partner RMI (Rimbawan Muda Indonesia) ein Projekt für rund 650 Kinder, in dem Schulunterricht erteilt wird und die Kinder lernen, in ihren Gemeinden und Dörfern für den Schutz ihrer Umwelt und insbesondere ihrer Flüsse zu sorgen. Die Jugendlichen alarmieren die örtlichen Behörden, wenn das Wasser zum Beispiel durch die Abwässer der umliegenden Minen- und Bergbaugesellschaften verunreinigt wird. Aufforstung und der Schutz der natürlichen Wälder sind ebenfalls Gegenstand dieses Bildungsprojektes. Im Norden der Insel Sumatra unterstützt terre des hommes ein Projekt für Kinder in den Fischergemeinden von Belaawan. Gut 250 Kinder erhalten Schulunterricht und lernen Techniken des schonenden Umgangs mit der Natur. Ein wichtiger Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist es, ihre Fähigkeiten und damit auch ihre Stellung in ihren Gemeinden und Familien zu stärken. Dazu organisieren die terre des hommes-Partner immer wieder Schulungen von Jugendlichen und bilden sogenannte »youth leaders« heraus, die in den Dörfern als Promotorinnen und Promotoren arbeiten. Dass diese Arbeit Erfolge bringt, zeigt die Beteiligung von über 150 Jugendlichen aus terre des hommes-Projekten an dem im Juni 2013 in Genf vorgelegten Alternativen Bericht zur Umsetzung der Kinderrechte vor dem UN-Kinderrechtsausschuss in Genf.

Ausblick

Angesichts des wachsenden Gefälles zwischen Arm und Reich und eines wirtschaftlichen Entwicklungsmodells, das in starkem Maße auf den Verbrauch der Natur setzt, wird terre des hommes auch in Zukunft einen Schwerpunkt auf die Förderung des Umweltschutzes und der Stärkung der Gesundheit von Kindern setzen. Bildungsprogramme werden ein weiterer Schwerpunkt bleiben, insbesondere mit dem Ziel, die Selbstorganisation von Kindern und Jugendlichen zu fördern.


Projektbeispiele

Dschungelschule gegen Ausbeutung

Das Volk der Orang Rimba ist seit Urzeiten in der Waldregion Bukit Duabelas auf Sumatra zu Hause. Die traditionelle Lebensweise mitten im Dschungel wird von Generation zu Generation weitergegeben. Doch der Lebensraum des Urvolkes ist massiv bedroht. mehr

Öffentlichkeitsarbeit für Kinderrechte

Die Grundstücksverkäufe von Großinvestoren zerstören die Lebensgrundlage vieler Bauernfamilien. Viele Kinder müssen die Schule verlassen, um die Familien im Überlebenskampf zu unterstützen. Dageben wehren sich Kinder und Jugendliche. mehr

Berufsperspektiven durch Ökotourismus

In der abgelegenen Siedlung Ciwaluh auf der Insel Java haben Jugendlichen kaum eine Berufsperspektive. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen hat die Organisation RMI ein Ökotourismus-Konzept entwickelt, das ihnen neue Aussichten eröffnet. mehr

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