Zum Inhalt springen

Sie sind hier:

Unterstützen Sie Kinder auf den Philippinen

Die Philippinen bestehen aus mehr als 7.000 Inseln, von denen allerdings nur ca. 1.000 bewohnt sind. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist extrem groß, rund ein Fünftel aller Filipinos gilt als unterernährt.

Es gibt landesweit zu wenige Schulen und Gesundheitseinrichtungen, und vor allem die Aufnahmekapazität der Grundschulen hält dem Bevölkerungswachstum nicht stand. Unter den ärmeren Bevölkerungsschichten ist die Zahl der Schulabbrecher und Analphabeten besonders hoch. Die Lage der Menschenrechte auf den Philippinen ist nach wie vor angespannt. Bereits seit mehreren Jahrzehnten kämpfen die islamische Moro National Liberation Front (MNLF) sowie die Moro Islamic Liberation Front (MILF) im Süden des Landes für ihre Unabhängigkeit. Die Friedensverhandlungen mit der Regierung von Präsident Aquino konnten Ende 2012 als ersten Erfolg verbuchten, dass die MILF ein vorläufiges Friedensabkommen unterzeichnete.

Der derzeitige Präsident Duterte bekämpft rigoros alte Eliten und Korruption, ebenso die Ausbeutung der Ressourcen durch ausländische Firmen und Umweltverschmutzung.  Bei einem Großteil der Bevölkerung genießt er ein hohes Ansehen. Andererseits geht er brutal gegen jede Art von "Kriminellen“ vor, und im „Krieg gegen die Drogen“ wurden seit seinem Amtseintritt mehr als 10.000 Menschen, vor allem Jugendliche, erschossen.

Ihr Ansprechpartner

Jan-Hinnerk Voss
Referat Programme und Politik
Telefon: 05 41 / 71 01-118
jh.voss@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Friedensarbeit durch Bildung und Umweltschutz

Regionaler Schwerpunkt der Förderung durch terre des hommes ist die im Süden der Philippinen gelegene Insel Mindanao. Unsere lokalen Partnerorganisationen bieten Jugendlichen Schulunterricht und weiterführende Berufsausbildung, um sie für ihre Zukunft zu qualifizieren, aber auch, um zu verhindern, dass sich die jungen Menschen den bewaffneten Gruppen anschließen. Deshalb sind auch  Friedenserziehung und Hilfestellungen bei der friedlichen Schlichtung jedweder Konflikte in den Projekten ein zentrales Element; an dieser Arbeit beteiligen unsere Partner derzeit rund 450 Jugendliche als aktive Promotorinnen und Promotoren. Ein besonderes Augenmerk der Projektarbeit liegt ferner auf der Abschaffung körperlicher Züchtigung (corporal punishment) als Erziehungsmethode. Unsere Partnerorganisationen betreiben Kampagnen für eine gewaltfreie Erziehung, die sich an Bildungsinstitutionen wie auch die Familien richten. 4.620 Jungen und Mädchen profitierten bisher von dieser Aufklärungsarbeit.

Spezielle interkulturelle Bildung erhalten Kinder und Jugendliche des Volkes der Manobo, die in der Provinz Asusan del Sur im Nordosten Mindanaos leben. Sie lernen, die Herausforderungen des täglichen Lebens zu meistern und sich gegen Diskriminierung zu behaupten, ohne ihre Kultur zu verleugnen. Buchstaben und Zahlen gehören ebenso selbstverständlich zu ihrem Alltag, wie das Wissen um die Tradition, die vielen Generationen ihres Volkes das Überleben sicherte.

Ausblick

Zukünftig wird terre des hommes sein Engagement für den Kindesschutz und eine gewaltfreie Erziehung in Schulen weiter verstärken. Resultierend aus den Erfahrungen nach dem Taifun Haiyan und den auf den Philippinen regelmäßig auftretenden Wirbelstürmen und Überschwemmungen werden zudem spezielle Schutzmechanismen für Kinder und Jugendliche nach Naturkatastrophen entwickelt.


Projektbeispiele

Über 40 Jahre gehörte Gewalt zum Alltag in Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen: Seit den 1970er Jahren kämpften muslimische Gruppen für einen eigenständigen Staat. 2018 schließlich verabschiedete die Regierung eine eigene Verfassung für die Region. Nun herrscht Frieden. Aber die Menschen spüren noch immer die Folgen der Kämpfe. mehr

Familie sollte eigentlich Sicherheit bedeuten. Und doch findet die Hälfte aller Fälle von körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt zu Hause statt, so eine nationale Studie zu Gewalt an Kindern auf den Philippinen. Kulturelle Wertvorstellungen und soziale Normen sorgen dafür, dass viele Fälle nicht angezeigt werden. mehr

Zurück zum Seitenanfang

Bleiben Sie doch noch einen Moment –
und abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!

Bleiben Sie informiert.
Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!