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Philippinen: Kinder vor Gewalt schützen

Ausgangssituation

Familie sollte eigentlich Sicherheit bedeuten. Und doch finden 50 Prozent aller Fälle von körperlicher, seelischer und sexueller Gewalt zu Hause statt, so eine nationale Studie zu Gewalt an Kindern auf den Philippinen. Kulturelle Wertvorstellungen und soziale Normen sorgen dafür, dass viele Fälle nicht angezeigt werden. Weil Gewalt als legitimes Mittel der Erziehung gilt. Weil die Taten lieber innerhalb der Gemeinschaft geregelt werden. Oder weil Behördenvertreter*innen auf eine »gütliche Einigung« drängen. Selbst in schweren Fällen. So werden junge Frauen immer wieder dazu gezwungen, nach einer Vergewaltigung den Täter zu heiraten, um die Familienehre zu schützen.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

PASAKK setzt sich auf Mindanao, der zweitgrößten Insel des Landes, für die Rechte von Kindern ein. »Pasakk« bedeutet »Land« in der Sprache der Manobo, eine der 60 ethnischen Gruppen der Philippinen.

Maßnahmen und Wirkungen

PASAKK will Kinder vor Gewalt schützen. Deshalb informiert die terre des hommes-Partnerorganisation Jungen und Mädchen über ihre Rechte, arbeitet mit Eltern und Behörden zusammen und macht auf das erschreckend hohe Ausmaß an Gewalt gegen Kinder aufmerksam. In sechs Manobo-Dörfern

  • sensibilisiert die Organisation 250 Eltern und Erziehungsberechtigte zu gewaltfreier Erziehung. Sie tragen die Informationen in ihre Gemeinschaften und machen sich stark dafür, Kinderrechtsverletzungen anzuzeigen.
  • werden 250 Kinder und Jugendliche zu Anwält*innen für Kinderrechte: PASAKK unterstützt sie dabei, mit einem Festival und anderen öffentlichen Aktionen auf die Themen Missbrauch und Gewalt gegen Kinder aufmerksam zu machen und Informationsmaterial zu erstellen.
  • setzt sich die terre des hommes-Partnerorganisation dafür ein, dass Mechanismen zur Vorbeugung von Gewalt eingerichtet und institutionelle Strukturen zur Verfolgung von Missbrauchsfällen gestärkt werden sowie die Familien bei Bedarf psychosoziale Unterstützung erhalten.
  • bietet PASAKK Frauen und Kindern, die Opfer von Gewalt wurden, eine sichere Unterkunft.

Herausforderungen und Planung

Noch gehört Gewalt für viele Kinder und Jugendliche auf Mindanao zum Alltag. Mit ihrem Einsatz stößt PASAKK einen Bewusstseinswandel an, der langfristig die Straflosigkeit beenden und das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit in den Dörfern der Manobos sicherstellen wird.

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