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Wir unterstützen Kinder in Thailand

In Thailand ist eine Militärregierung an der Macht. Nach einem Putsch hat sie die Verfassung geändert. Das hat zur Folge, dass die Räume für Zivilgesellschaft schrumpfen. Die Opposition wird unterdrückt, jegliche Kritik an der Militärregierung wird hart bestraft.

Ein großes Problem in Thailand sind die Staatenlosen, vor allem im Länderdreieck Thailand – Laos – Myanmar gibt es sehr viele offiziell nicht registrierte und damit staatenlose Menschen. Schätzungen zufolge leben zwei Millionen Staatenlose in Thailand, davon sind mehr als 600.000 Kinder.

Ihnen werden Rechte wie Schulbesuch oder der Zugang zu medizinischer Versorgung verwehrt, staatliche Hilfen und Sozialprogramme können sie nicht in Anspruch nehmen, da sie offiziell gar nicht existieren. In manchen Regionen der nordthailändischen Provinz Mae Hong Son sind 80 Prozent der Bevölkerung ohne Papiere. Vor allem die Angehörigen der indigenen Bergvölker sind betroffen. Gerade sie sind ohne gültige Papiere praktisch Illegale im eigenen Land und tagtäglich Diskriminierung und bürokratischen Schikanen ausgesetzt. Viele Kinder leben in Thailand auf der Straße und sind dort Gefahren wie Missbrauch, Ausbeutung und Kidnapping ausgesetzt. Fast die Hälfte dieser Straßenkinder kommt aus den noch ärmeren Nachbarländern Myanmar und Laos, wo sie vor Armut oder häuslicher Gewalt geflohen sind und sich bis nach Thailand durchgeschlagen haben.

Ihr Ansprechpartner

Jan-Hinnerk Voss
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-118
jh.voss@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Schutz und Bildung für Staatenlose und Straßenkinder

Unsere Partnerorganisation »Development Center for Children and Community Network« setzt sich für die Durchsetzung der Menschenrechte für die indigene und staatenlose Bevölkerung in Thailand ein. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die Unterstützung staatenloser Kinder bei dem schwierigen und langwierigen Prozess, eine Staatsbürgerschaft zu bekommen. Laut der Programmdatenbank unseres Projektpartners haben bereits über 6.370 dort registrierte Kinder ihre Staatsbürgerschaft erhalten. Sie können nun endlich in die Schule gehen und erhalten bei Krankheiten und Verletzungen ärztliche Hilfe.

Eine der wenigen Organisationen, die sich Straßenkindern, die Opfer sexueller Gewalt wurden, annehmen, ist die von terre des hommes unterstützte »Stiftung zum Schutz der Kinderrechte« (CPCR) in Bangkok. Jährlich finden mehrere Hundert Kinder im Zentrum Aufnahme. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CPCR sorgen dafür, dass die Kinder nach ihrer Entlassung zur Schule gehen können und eine Arbeit oder einen Ausbildungsplatz finden. Zudem werden in jedem Jahr rund 130 Kinder, die noch in ihren Familien leben, regelmäßig von den Sozialarbeitern besucht.

Ausblick

Angesichts des wachsenden Gefälles zwischen Arm und Reich in der Region Südostasien ist damit zu rechnen, dass zunehmend mehr Jugendliche aus den armen Nachbarländern illegal nach Thailand kommen werden. terre des hommes wird daher die Hilfe für staatenlose Kinder und – wenn vorhanden - deren Familien weiter ausbauen und intensivieren.


Projektbeispiele

Shrimps pulen statt Schule?

Die Samut Sakhon Provinz hat sich zu einer der Meerestierexportregionen Thailands entwickelt. Für den harten Job bei der Verarbeitung von Shrimps werden auch Kinder eingesetz. Die Organisation LPB sorgt nun dafür, dass die Kinder ihr Recht auf Bildung nutzen können. mehr

Armut treibt sie auf die Straße

In der  Provinz Khon Kaen leben viele Kinder allein oder mit ihren Familien auf der Straße. Für den Schutz und die Betreuung der Betroffenen engagiert sich die terre des hommes-Partnerorganisation Thai Sigkha Association. mehr

Auf dem Papier existieren sie nicht

In Thailand leiden mehr als zwei Millionen Menschen als Staatenlose. Sie haben keinen Zugang zu Bildung- und Gesundheitssystemen. Ihnen zu ihren Rechten zu verhelfen, dafür setzen sich die Akivisten der Organisation SCPP ein. mehr

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