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Wir unterstützen Kinder in Vietnam

Nach fast 30 Jahren Krieg zwischen 1946 und 1975 erlebte die Sozialistische Republik Vietnam mit dem Beginn der marktwirtschaftlichen Reformen ab 1986 ein dynamisches Wirtschaftswachstum.

Nicht zuletzt dadurch steht das Land aber vor immensen Herausforderungen: Der Aufschwung kommt nur in den Städten an; die ländliche Bevölkerung hingegen leidet unter extremer Armut. Die rasante Industrialisierung geschieht auf Kosten von Mensch und Natur. Auch die Folgen des Einsatzes von Giften wie Dioxin (»Agent Orange«) durch die USA im Vietnamkrieg wirken bis heute nach – viele Menschen haben eine Behinderung, Kinder kommen mittlerweile in der dritten Generation mit Missbildungen zur  Welt.

Ihr Ansprechpartner

Jan-Hinnerk Voss
Programmkoordination
Telefon: 05 41 / 71 01-118
j.voss@remove-this.tdh.de

Programmschwerpunkte

Bildung und Gesundheit für Kinder und Frauen

terre des hommes setzt sich in Vietnam mit Bildungs- und Gesundheitsprojekten für Menschen ein, die von der Entwicklung des Landes ausgeschlossen sind. Auch die Opfer des Vietnamkrieges erhalten Unterstützung, insbesondere die Kinder, die als Spätfolge mit Behinderungen geboren werden.

Bei der Betreuung von kriegsverletzten Kindern hat terre des hommes bereits während des Krieges Maßstäbe gesetzt. Seit 1970 wurden mehr als 200.000 Kinder gerettet und in sozialen und medizinischen Einrichtungen betreut. Körperlich behinderte Kinder erhalten kostenlos eine medizinische und physiotherapeutische Behandlung. Sie lernen, ihre Fähigkeiten zu nutzen und erhalten Prothesen, Gehhilfen oder Rollstühle. Zehntausende verarmter und verlassener Kinder konnten auf diesem Weg wieder in Familien integriert werden und eine Schule besuchen.

Im wirtschaftlich unterentwickelten Norden des Landes haben 40 Prozent aller Dorfbewohner keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dort hilft terre des hommes durch den Bau von Trinkwasseranlagen, die dazu geführt haben, dass Infektionskrankheiten deutlich rückläufig sind. Gerade die Kinder sind gesünder und müssen nicht länger Wasser für ihre Familien von weit her herbeischleppen, sondern können in die Schule gehen und eine Ausbildung machen. Seit Beginn unserer Arbeit in Vietnam 1967 haben wir so Zehntausenden armer und benachteiligter Kinder zu einer Ausbildung und einem selbstbestimmten Leben verholfen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Bildungsarbeit liegt in der Stärkung der Rolle der Frauen. Die von terre des hommes geförderten Projekte im ländlichen Raum legen besonderen Wert darauf, dass Frauen lernen, ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften, so dass sie nicht allein auf die Familie oder den Ehemann angewiesen sind. Heutzutage sind viele Frauen in dörflichen Selbstverwaltungsgremien aktiv.

Ausblick

Die Förderung der Bildung wird ein Schwerpunkt der Hilfe in Vietnam bleiben. Angesichts der zunehmenden Umweltzerstörung, die mit der Industrialisierung des Landes einhergeht, wird terre des hommes sich verstärkt für ökologische Kinderrechte einsetzen und das Bewusstsein für die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens fördern.


Projektbeispiele

Bessere Schulnoten durch sauberes Wasser

In vielen Bergdörfern Vietnams fehlt es an sauberem Wasser. Ein terre des hommes-Projekt hilft  beim Bau von Trinkwasseranlagen und informiert die Bevölkerung über die Möglichkeiten, die Gesundheitsversorgung zu verbessern. mehr

Spürbare Kriegsfolgen

Viele Menschen wurden während des Vietnamkrieges Opfer des Entlaubungsmittels »Agent Orange«, das amerikanische Truppen gegen die Bevölkerung einsetzten. Die Folgen: Noch heute kommen Kinder mit schwersten Behinderungen zur Welt. mehr

Ausgewogene Ernährung für eine gesunde Zukunft

Der wirtschaftliche Aufschwungs gibt es in manchen ländliche Regionen viele arme Bauernfamilien. Allein bei den unter fünfjährigen Kindern sind knapp 25 Prozent unterernährt. Hilfe finden sie beim terre des hommes Projektpartner CROM. mehr

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