Kinder haben Rechte – überall auf der Welt. Doch in vielen Ländern sind die Kinderrechte bedroht: Armut, Ausbeutung und Klimakrise rauben die Zukunftschancen von Millionen Kindern. Wir setzen uns dafür ein, dass Kinderrechte geschützt, gestärkt und umgesetzt werden. Mit Projekten und klaren politischen Forderungen kämpfen wir für ein Leben in Würde, für Bildung und Chancengleichheit. Die Verwirklichung der Kinderrechte muss im Zentrum globaler Verantwortung stehen. Unterstützen Sie uns dabei!
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Was sind Kinderrechte?
Kinderrechte sind viele verschiedene Schutz- Förder- und Beteiligungsrechte, die gezielt für Kinder und Jugendliche gelten – und ihre Perspektiven und Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen.
Die Grundidee: Kinder sind nicht einfach »kleine Erwachsene«. Sie brauchen andere Rechte, etwa weil sie noch in ihrer Entwicklung sind. Sie brauchen zum Beispiel das Recht, zu lernen und zu spielen, um sich bestmöglich zu entwickeln. Sie verdienen auch besonderen Schutz, etwa vor Gewalt und vor ausbeuterischer Kinderarbeit.
Und sie sind eigenständige Persönlichkeiten, die allzu oft von Erwachsenen überhört oder überstimmt werden können. Das ist oft ungerecht! Die Kinderrechte schreiben fest, dass auch Kinder das Recht haben, mitzureden und mitzuentscheiden, wenn es um Dinge geht, die sie betreffen.
Kinderrechte – einfach erklärt
Die UN-Kinderrechtskonvention in vereinfachter Sprache
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Kinderrechte? Was ist das?
Überblicks-Falter zum Thema Kinderrechte
Bestellen und verteilenWelche Kinderrechte gibt es?
Wie viele Kinderrechte es gibt, kommt darauf an, wie man sie definiert und einteilt. Denn nicht alle lassen sich klar voneinander abgrenzen. Stattdessen sind fast alle Kinderrechte miteinander verknüpft und bauen aufeinander auf.
Einige der wichtigsten Kinderrechte lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Projekte
Entwicklungschancen von Kindern
Kinderrechte in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit
»Entwicklung« im Sinne der Kinderrechte ist ein ganzheitliches Konzept, das darauf abzielt, die Fähigkeiten von Kindern, ihre emotionalen und sozialen Bedürfnisse sowie ihre körperliche und geistige Gesundheit zu fördern. Aufgabe einer kinderrechtsbasierten »Entwicklungspolitik« ist es, ein Umfeld zu schaffen, in dem sie sich alle Kinder optimal entfalten und ihre Rechte wahrnehmen können. Dazu müssen die politischen, sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und ökologischen Rahmenbedingungen verbessert werden - auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene.
Die Entwicklungschancen von Kindern sind heute innerhalb und zwischen den Ländern extrem ungleich verteilt. Viele Kinder sind aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Geschlechts beim Zugang zu Bildung und anderen Formen der Grundversorgung benachteiligt. Ob ein Kind in Armut lebt oder vom Klimawandel bedroht ist, hängt oft davon ab, wo es geboren wird. Die Politik und Wirtschaft der reichen Länder schränken die Entwicklungsmöglichkeiten der Menschen in ärmeren Ländern massiv ein.
Junge Menschen sind von entwicklungspolitischen Entscheidungen, die sie betreffen, fast immer ausgeschlossen. Sie sind zunehmend frustriert über die unzureichende Reaktion der Politik auf den Klimawandel und andere aktuelle und zukünftige Herausforderungen.
Forderungen für Kinderrechte
- …Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.
- …die soziale Infrastruktur für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu stärken und sie an der Lösung wichtiger Zukunftsfragen zu beteiligen.
- …die Integration junger Geflüchteten zu unterstützen durch angemessene Wohnbedingungen, Möglichkeiten der Familienzusammenführung und einem Zugang zu fairen Asylverfahren in Europa.
- …einen angemessenen Beitrag Deutschlands zur globalen Finanzierung von Entwicklung, humanitärer Hilfe und Klimaschutz.
- …eine entwicklungspolitische Offensive für Kinderrechte, damit alle Kinder trotz vieler Herausforderungen eine faire Chance für den Start ins Leben erhalten.
- …Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels, zur Anpassung an den Klimawandel und zur Bewältigung von Klimaschäden, die im Einklang mit den Kinderrechten stehen.
- …die Stärkung des internationalen Menschenrechtssystems und eine Außenpolitik ohne doppelte Standards, die Menschenrechtsverletzungen und Verletzungen des humanitären Völkerrechts konsequent anspricht.
- eine europarechtskonforme und ambitionierte Umsetzung von EU-Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) und Lieferkettengesetz (LkSG) ohne Absenkung des bestehenden Schutzniveaus. Insbesondere Zwangs- und ausbeuterischer Kinderarbeit muss konsequent begegnet werden.
- ein UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten, um Globalisierung im Sinne der Menschen- und Kinderrechte zu gestalten.
- …die Zivilgesellschaft als tragende Säule der Förderung von Kinderrechten, Demokratie und Entwicklung zu stärken.
- …Verteidiger*innen der Kinderrechte vor staatlicher oder nichtstaatlicher Diffamierung, Kriminalisierung und Verfolgung zu schützen.
- …ein sicheres und förderliches Umfeld zu schaffen, in dem der Beitrag von Kindern zu ökologischer Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Frieden als bürgerschaftliches und politisches Engagement anerkannt und unterstützt wird.
Ihr Ansprechpartner
Jonas Schubert
Referent Advocacy