Sie sind hier:

Kampagne gegen Webcam-Kinderprostitution: Was wurde erreicht?

Weltweit werden mehrere 10.000 Kinder für Webcam-Kinderprostitution missbraucht. Vor allem auf den Philippinen verdienen Kriminelle mit dieser neuen Form des Kindesmissbrauchs. Um dem einen Riegel vorzuschieben, startete terre des hommes im vergangenen Jahr eine Kampagne. Mit dem am Computer erschaffenen Mädchen »Sweetie« wurden zahlreiche mutmaßliche Pädophile enttarnt. Die Kampagne sorgte weltweit für Aufsehen.

Was ist seither passiert?

Die Kampagne hat Erfolge vorzuweisen. Es ist terre des hommes gelungen, bei der philippinischen Regierung ein Bewusstsein für das Problem zu schaffen. Webcam-Kinderprostitution kam im dortigen Parlament auf die Tagesordnung, und die Abgeordneten beabsichtigen, sich weiter mit dem Problem zu befassen. terre des hommes führte darüber hinaus eine Informationsveranstaltung durch, bei der sich zahlreiche philippinische Politiker, Vertreter der Strafverfolgungsbehörden und Nichtregierungsorganisationen über das Thema informierten. Zusätzlich war terre des hommes zu einer Konferenz der philippinischen Polizei zur Bekämpfung von Internet-Kriminalität eingeladen und stellte dort die Fahndungsmethode vor. Auch Ermittler aus anderen Ländern, beispielsweise den USA, Großbritannien, Australien oder Israel nehmen das Thema zunehmend ernst und wandten sich in den letzten Monaten an terre des hommes, um mehr über »Sweetie« zu erfahren. Und auch auf internationaler politischer Ebene ist das Thema nach wie vor aktuell. terre des hommes präsentierte die Sweetie-Kampagne auf einer Sitzung des Europarates in Straßburg und vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

Wie geht es weiter?

Die ersten Erfolge machen Mut, doch es ist noch ein langer Weg. terre des hommes hat das Ziel, das Thema noch stärker in der Agenda der internationalen Politik zu verankern. Dafür muss die Zusammenarbeit mit Institutionen wie dem Europaparlament oder der UN gestärkt werden. Die ersten Schritte mit den Präsentationen vor dem EU-Parlament und der UN waren bereits vielversprechend: Marta Santos Pais, Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs zum Thema Gewalt gegen Kinder, ist sehr an der Thematik interessiert. Um dem Anliegen international mehr Aufsehen zu verschaffen, wäre es nun notwendig, dass sich beispielsweise die Regierung eines Landes dafür stark machte, dass das Problem angegangen wird. Da vor allem philippinische Kinder betroffen sind, werden in nächster Zeit die Kontakte mit der philippinischen Regierung weiter intensiviert.

Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende.

14.4.2014

Zum Seitenanfang

Bleiben Sie doch noch einen Moment –
und abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!

Bleiben Sie informiert.
Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Jetzt anmelden!