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Vom Friedhof in die Schule

Bei der Frage nach seinem Vater kämpft Lopes mit den Tränen. Der 13-Jährige vermisst ihn jeden Tag. Doch sein Vater ist tot. Seitdem sorgt Lopes' Mutter für ihn und seine vier Brüder. Weil sie das alleine nicht bewältigen konnte, mussten die Kinder mitarbeiten. Lopes auch. Er verkaufte Wasser auf dem Friedhof von Maputo, der Hauptstadt Mosambiks. Dort sieht man viele Kinder mit schweren Wasserkanistern. Sie warten auf Friedhofsbesucher, denen die Kinder für ein paar Meticais, der Landeswährung, ihre Dienste anbieten, zum Beispiel um das Grab zu wässern, Unkraut zu jäten und anderes. Für Schule ist da keine Zeit mehr.

Lopes ist inzwischen in einem Projekt des terre des hommes-Partners Meninos de Moçambique (MDM). Seitdem geht er nicht mehr zum Arbeiten auf den Friedhof. MDM stellt Kindern Schulmaterialen und -uniformen zur Verfügung und gibt Familien Starthilfen, damit diese zum Beispiel mit einem kleinen Geschäft lernen, wirtschaftlich auf eigenen Füßen zu stehen. MDM versteht sich dabei nicht als dauerhafter Kreditgeber, sondern sieht seine Maßnahmen als Sprungbrett zur Eigenständigkeit. Um mit dieser Idee zu überzeugen, sind Sozialarbeiter in der Gemeinde unterwegs und arbeiten mit den Gemeindevorstehern zusammen. Insgesamt unterstützt MDM in diesem Projekt knapp 140 Kinder. Doch der Bedarf ist viel größer. MDM plant, das Projekt auszuweiten und noch mehr Kinder vom Friedhof zurück in die Schule zu bringen.

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