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Die Dschungelschule der Orang Rimba

Ausgangssituation

Das Volk der Orang Rimba ist seit Urzeiten in der Waldregion Bukit Duabelas auf der indonesischen Insel Sumatra zu Hause. Die traditionelle Lebensweise mitten im Dschungel wird von Generation zu Generation weitergegeben. Doch der Lebensraum des Urvolkes ist massiv bedroht. Die indonesische Regierung hat das Waldgebiet Bukit Duabelas zum Nationalpark ernannt, die Orang Rimba und ihre Lebensräume dabei jedoch nicht berücksichtigt. Da für die Dschungelbewohner kein Zugang zu staatlicher Bildung besteht, können sie weder lesen noch schreiben und haben somit oft keine Chance, sich gegen Regierungsbeschlüsse zu wehren.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Die Hilfsorganisation »Sokola« wurde 2003 von fünf Lehrern und Anthropologen gegründet, um alternative Bildungszugänge für Kinder der Orang Rimba zu schaffen. Seit 2004 unterstützt terre des hommes sie dabei.

Maßnahmen und Wirkungen

Dank der Errichtung einer Dschungel-Schule konnte Sokola bereits vielen Kindern und Jugendlichen der Orang Rimba Zugang zu Schulbildung ermöglichen. In den Unterrichtseinheiten wird darauf geachtet, die traditionelle Lebensweise der Urwaldbewohner mit dem Erlernen von Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen zu vereinen. Das soll den Familien helfen, sich gegen Ausbeutung zu wehren. Die Lehrkräfte sind Freiwillige, die von Sokola für spezielle Themen, die gerade aktuell sind, angeworben werden.

Herausforderungen und Planung

Die Orang Rimba besitzen keine Ausweisdokumente. Ihr Geburtsdatum und Alter machen sie an Naturgegebenheiten wie dem Wetter fest. Dadurch treten immer wieder Probleme auf. Sokola hat deshalb eine Datenbank angelegt, in der sie die Eckdaten der Urwaldbewohner erfassen. Diese Datenbank soll in Zukunft weitergeführt werden und ermöglichen, dass die Orang Rimba offiziell von der indonesischen Regierung als Volk anerkannt werden.

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