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Kinder setzen sich für ökologische Kinderrechte ein

Ausgangssituation

Vor einigen Jahren beschloss die indonesische Regierung einen sogenannten Masterplan für Wachstum und Beschleunigung. Das Wirtschaftswachstum des Inselstaates stieg rasant an, damit einhergehend nahmen jedoch auch Armut und Probleme in der Bevölkerung zu. Privatinvestoren kaufen Grundstücke ohne Rücksicht auf die dort lebenden Menschen. Die Familien verlieren dadurch ihre Lebensgrundlagen. Immer mehr Kinder müssen die Schule abbrechen, arbeiten gehen oder auf der Straße leben. Dazu verursachen Großbauprojekte diverse Umweltzerstörungen.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Das Projekt »Suara Muda Nusantara« (SMN) entstand aus der Zusammenarbeit der lokalen Organisationen »Indonesian Institute for Forest and Environment« (RMI) und »Fishers Study and Development Centre« (P3MN), die beide seit den 1990er Jahren von terre des hommes unterstützt werden. SMN setzt sich schwerpunktmäßig für ökologische Kinderrechte und Bildungsmaßnahmen auf Sumatra und Java ein.

Maßnahmen und Wirkungen

SMN hat bereits mehr als 580 Kinder und Jugendliche dazu ermutigt, sich gemeinsam für ihre Rechte stark zu machen. In Gruppen setzen sie sich für unterschiedliche Themenschwerpunkte ein. Sie verfassen zum Beispiel Texte über Umweltzerstörung oder ökologische Kinderrechte, die in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden. Außerdem organisiert SMN Workshops für die Kinder und Jugendlichen, in denen sie journalistische und rhetorische Fertigkeiten erlernen oder öffentlichkeitswirksame Kampagnen für Social-Media-Kanäle konzipieren.

Herausforderungen und Planung

Die Kinder- und Jugendgruppen des SMN-Projektes konnten mit der Unterstützung von terre des hommes bereits zu der Entwicklung ihrer Regionen beitragen. Mehr Familien wissen über die Verletzung der ökologischen Kinderrechte durch die Großbauprojekte Bescheid. Um noch mehr Aufmerksamkeit zu gewinnen, streben die Gruppen eine stärkere landesweite Vernetzung an.

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