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Theater gegen Gewalt: Theaterprojekte für traumatisierte Kinder

Ausgangssituation

Die Erziehung mit körperlicher Gewalt ist auf den Philippinen weit verbreitet. Sowohl zu Hause als auch in der Schule sind Kinder und Jugendliche körperlichen Bestrafungen als Disziplinierungsmaßnahmen ausgesetzt. Diese Form von Gewalt ist nach philippinischem Gesetz grundsätzlich erlaubt, lediglich das exzessive Ausüben ist gesetzlich verboten.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Die »Philippine Educational Theater Association« (PETA) wurde zeitgleich mit terre des hommes im Jahr 1967 gegründet. Seit 2009 legt die Organisation besonderen Fokus auf Projekte gegen Gewalt an Kindern. terre des hommes unterstützt PETA bereits seit 1990.

Maßnahmen und Wirkungen

PETA verfügt über eigene Räumlichkeiten, in denen die Kinder und Jugendlichen an Theaterprojekten teilnehmen können und die Möglichkeit erhalten, über den künstlerischen Ausdruck über ihre Probleme und Erfahrungen zu sprechen und sie zu verarbeiten. Nach der Teilnahme an den Projekten zeigt ein Großteil der Kinder eine positive emotionale Entwicklung. In Workshops klären PETA und terre des hommes Lehrerinnen und Lehrer über alternative Erziehungsmethoden auf. Mittlerweile arbeitet PETA mit mehr als 50 lokalen Partnerorganisationen zusammen. Gemeinsam mit verschiedenen Stadtvierteln, Lehrkräften und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern organisieren sie Kampagnen zum Thema gewaltfreie Erziehung.

Herausforderungen und Wirkung

Die Gesetzeslage und die tiefverwurzelte Bestrafungskultur der Philippinen stellen eine große Herausforderung dar. Deshalb betreibt PETA verstärkt Lobbyarbeit und nimmt Kontakt zu philippinischen Regierungsvertretern auf, um langfristig eine Gesetzesänderung zum Schutz der Kinder vor Gewalt in der Erziehung zu erreichen.

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