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»Unsere Zukunft ist wichtiger als der Profit einiger Konzerne«

Kinder aus Südostasien treffen UN und fordern entschiedenen Umwelt- und Klimaschutz

In der indonesischen Hauptstadt Djakarta haben 50 Kinder und Jugendliche, die sich mit terre des hommes für Umweltschutz engagieren, den Sonderberichterstatter der UN zu Umwelt und Menschenrechten, David Boyd getroffen. Boyd trifft sich auf Initiative von terre des hommes mit Kinder und Jugendlichen auf allen Kontinenten, um die jeweils regionalen Probleme und Herausforderungen zu besprechen und ihre Forderungen zu diskutieren: In Djakarta berichteten Kinder aus Indien, Indonesien, Kambodscha, Laos, Myanmar, den Philippinen, Samoa und Thailand von Zwangsumsiedlung durch große Bergbau- und Staudammprojekte, Abholzung für die industrielle Landwirtschaft, Wasser- und Luftverschmutzung und den Problemen mit Plastikmüll. Dass die UN zu diesen Konsultationen einlädt, verschafft den jugendlichen Aktivisten eine Bühne. »Politiker sagen bei jeder Gelegenheit, Kinder seien die Zukunft. Konkret aber hören sie uns nicht zu und stellen die Interessen von Unternehmen immer an die erste Stelle. So verhindern sie, dass wir gesund aufwachsen können«, sagte eine junge Aktivistin aus Thailand.

Die Kinder und Jugendlichen engagieren sich zu Hause in konkreten Projekten für Umweltschutz: Kinder in Indien motivieren zum Beispiel Teeverkäufer, Tontassen statt Plastikbecher zu nutzen. Indonesische Jugendliche recyceln Plastikflaschen und stellen daraus »Öko-Steine« her, die im Hausbau verwendet werden. Schülerinnen in Laos upcyceln kaputte Kleidung.

Gemeinsam und über Ländergrenzen hinweg setzen sich die Jugendlichen dafür ein, dass Energie- und Bergbauunternehmen stärker verpflichtet werden, die Menschenrechte einzuhalten und die Ziele des Pariser Klimavertrags umzusetzen. Ebenso wichtig: Der Schutz von Umweltaktivisten. Denn in den letzten vier Jahren wurden weltweit 1.987 Frauen, Männer und Jugendliche ermordet, die sich für Umweltschutz und Menschenrechte einsetzten. Die meisten Morde wurden in Brasilien, den Philippinen, Indien, Guatemala und Mexiko verübt.

Die viertägige Konferenz mit dem UN-Sonderberichterstatter für Umwelt und Menschenrechte in Indonesien ist die zweite Konsultation von jugendlichen Umweltaktivisten: Im Mai dieses Jahres traf David Boyd Kinder in Lateinamerika, im nächsten Jahr sind Treffen in Afrika und Europa geplant.

23.10.2019

 

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