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Hilfe bei der Integration

Psychologische und soziale Betreuung von jungen Geflüchteten

Unter den Asylsuchenden in Deutschland stellen junge Geflüchtete die größte Gruppe dar. Rund die Hälfte von ihnen sind minderjährig, unter ihnen sind auch viele Jugendliche, die allein und ohne Eltern und Angehörige nach Deutschland kommen. Flüchtlingskinder haben in Deutschland mit vielen Problemen zu kämpfen. Sie müssen mit den Belastungen traumatischer Erfahrungen auf der Flucht und der neuen Lebenssituation in Deutschland zurechtkommen.

Hilfe finden diese Kinder und Jugendlichen bei den von terre des hommes unterstützten Projekten »XENION« in Berlin und »PSZ Sachsen-Anhalt« in Halle und Magdeburg. Ziel beider Organisationen ist es, mit psychologischen und sozialen Hilfen die Integration von geflüchteten Kindern und Jugendlichen zu fördern.

Junge Geflüchtete befinden sich bei ihrer Ankunft in Deutschland in einer wichtigen und sensiblen Entwicklungsphase. Wie bei allen Jugendlichen, so werden in diesem Altersabschnitt wichtige Weichen für die Persönlichkeitsentfaltung sowie für die psychische und soziale Entwicklung gestellt. Viele Flüchtlinge mussten aber genau in dieser wichtigen Entwicklungsphase traumatische Erlebnisse verarbeiten. Die meisten von ihnen haben Verlust, Zerstörung und Gewalt erfahren. Sie ließen ihre Familien und ihr vertrautes Umfeld zurück. In Deutschland angekommen, erleben sie häufig Anfeindungen oder soziale Isolation. Auf sich allein gestellt, sind sie mit der neuen Situation überfordert.

XENION Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.

»XENION - Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte e.V.« setzt sich mit zahlreichen Hilfsangeboten für Geflüchtete ein. Im Mittelpunkt steht die soziale und psychologische Betreuung der Betroffenen. Dabei werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch aktiv von Ehrenamtlichen unterstützt. XENION ist in ein breites Netzwerk von Jugendhilfeträgern, Jugendämtern, Schulen und Therapeuten eingebunden. Darüber erhalten die betroffenen Kinder und Jugendlichen zusätzlich Zugang zu einem breiten Hilfsangebot. Ergänzt werden die Hilfen durch therapeutisch angeleitete künstlerische und kulturelle Gruppenangebote.

Der pädagogische Ansatz zielt darauf ab, die jungen Menschen zu stabilisieren und ihnen Möglichkeiten zu eröffnen, die eigenen Kompetenzen zu stärken und soziale Beziehungen aufzubauen. In der gemeinsamen Arbeit in Gruppen sollen die jungen Menschen lernen, wie sie ihre Empfindungen ausrücken können. So erfahren sie, wie sie sich positiv und selbstbestimmt mit ihrer Lebenssituation auseinandersetzen und ihr neues Lebensumfeld gestalten können.

PSZ Sachsen-Anhalt in Halle und Magdeburg

Die Zielgruppe des »PSZ Sachsen-Anhalt - Psychosoziales Zentrum für Migrantinnen und Migranten« in Halle und Magdeburg sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchterfahrungen und psychischen Belastungen und Erkrankungen.

Das Hilfsangebot umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen und Angeboten, die die psychische Stabilisierung und soziale Integration unterstützen. Dazu zählen auch künstlerische und kulturelle Aktivitäten in Form von Gruppenangeboten, bei denen Ängste, Unsicherheiten und persönliche Themen Ausdruck finden.

Neben der Hilfe durch professionelle Therapeutinnen und Therapeuten spielen auch hier ehrenamtliche Patinnen und Paten eine wichtige Rolle: Diese ehrenamtliche Unterstützung erleichtert den Kindern und Jugendlichen das Einleben und hilft ihnen bei Alltagsproblemen, ob bei der Hausaufgabenbetreuung, Behörden- oder Arztgängen oder in der Schule. Für die jungen Menschen sind sie wie ein »Tor zur Welt«, das ihnen erste soziale Kontakte in ihrer neuen Lebenswelt ermöglicht.

 

02.09.2020

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