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Internationaler Tag gegen Menschenhandel am 12. Dezember

Auch im 21. Jahrhundert verletzen Sklaverei, Verschleppung und Kidnapping die grundlegenden Menschen- und Kinderrechte. Jedes Jahr werden nach Angaben des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen rund 700.000 Frauen und Mädchen Opfer von Menschenhändlern, die meisten von ihnen im Alter zwischen 15 und 24 Jahre. Fast die Hälfte von ihnen werden sexuell missbraucht. Kinder werden grenzüberschreitend, aber auch innerhalb ihrer Heimatländer als Hausangestellte wie Sklaven gehalten, in Bordelle verkauft oder müssen auf Plantagen schuften. Auch in Deutschland gibt es Fälle von Kinder- und Menschenhandel; beim Bundeskriminalamt waren 2011 insgesamt 640 Fälle aktenkundig, von denen über die Hälfte Personen unter 21 Jahren betrafen. Es handelte sich fast ausschließlich um Frauen und Mädchen.

terre des hommes engagiert sich mit seiner internationalen Kampagne Destination Unknown www.destination-unknown.org (Schicksal ungewiss) für Kinder, die als Flüchtlinge, Migranten oder auf der Suche nach Arbeit allein und schutzlos der Gefahr von Menschenhandel ausgesetzt sind. Die einzelnen terre des hommes-Mitgliedsorganisationen der Internationalen Föderation Terre des Hommes (TDHIF) arbeiten in Indien, Südostasien, Afrika, Lateinamerika und Europa für die Verbesserung der Situation von Kindern auf der Flucht und setzen sich auf politischer Ebene gegenüber den Vereinten Nationen und der Europäischen Union für die Rechte von Flüchtlings- und Migrantenkindern ein. Partner von terre des hommes Deutschland sind unter anderem in Indien und Thailand aktiv. Im indischen West-Bengalen kümmern sie sich um Kinder im Grenzgebiet zu Bangladesch. Entlang des Flusses Salween, an der Grenze zwischen Thailand und Burma leben viele Flüchtlinge, die sich vor den Kämpfen zwischen der burmesischen Armee und den verfolgten ethnischen Minderheiten wie der Karen in die dort errichteten Lager gerettet haben. Ihr Aufenthaltsstatus auf thailändischem Boden ist ungesichert, sie genießen keinerlei Rechte und Schutz von Behörden. In den Lagern herrschen Hunger und Krankheiten, es existieren keine Schulen für Kinder, die dort Gefahren wie sexuellen Übergriffen, Verschleppung und Zwangsarbeit ausgesetzt sind. Hier fördert terre des hommes Bildungs- und Betreuungsprogramme für Kinder und Jugendliche, in denen sie auch über die Gefahren aufgeklärt werden und lernen, sich zu schützen. Dazu werden in den Lagern spezielle Child Protection Center errichtet, in denen die Kinder Ruhe und Sicherheit finden und von speziell geschultem Personal betreut werden.

Der internationale Tag gegen Menschenhandel erinnert an die Verabschiedung des sogenannten Palermo-Protokolls (Protocol to prevent, suppress and punish trafficking in persons, especially women and children, supplementing the UN Convention against Transnational Organized crime) am 12. Dezember 2000.

 

11.12.2013

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