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terre des hommes auf dem UN-Forum on Business and Human Rights

Auf dem diesjährigen UN-Forum on Business and Human Rights vom 16. bis 18. November in Genf forderte terre des hommes-Kinderrechtsexpertin Barbara Küppers eine stärkere Verantwortung der Wirtschaft bei der Bekämpfung von ausbeuterischer Kinderarbeit. Grundlage unternehmerischen Handelns sollten die Leitsätze für multinationale Unternehmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von 2011 und die United Nations Guiding Principles für multinationale Unternehmen sein.

Sie verpflichten internationale Unternehmen, entlang der gesamten Lieferkette einschließlich aller Zulieferbetriebe und Heimarbeiter der informellen Wirtschaft menschenwürdige Arbeitsbedingungen und sozialen Schutz für die Beschäftigten durchzusetzen. Nur so könnten endlich auch Sklaverei, Zwangsarbeit und die Ausbeutung von Kindern als Arbeitskräfte ausgeschlossen werden. Allerdings, so Küppers, müssten diese Richtlinien auch rechtsverbindlich sein, um Verstöße juristisch zu ahnden und gegebenenfalls Sanktionen gegen zuwiderhandelnde Unternehmen zu verhängen.

Neben der Kontrolle der Lieferkette sollten Unternehmen mehr tun, um die Ursachen ausbeuterischer Kinderarbeit zu beheben. Dazu zählten Investitionen in Schul- und Berufsbildung an ihren internationalen Produktionsstandorten, zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften.

An die Regierungen der Länder, in denen Sklaverei und Kinderarbeit nach wie vor verbreitet sind, appellierte Küppers, schnellstmöglich ihrer Verpflichtung aus der von ihnen unterzeichneten UN-Kinderrechtskonvention nachzukommen und Gesetze zum Schutz der Kindern zu erlassen sowie deren Einhaltung konsequent zu kontrollieren. Bisher, so Barbara Küppers, könnten beispielsweise im südindischen Tamil Nadu Zwischenhändler Knebelverträge mit Mädchen und jungen Frauen abschließen, weil die Rekrutierung von Arbeitskräften gesetzlich nicht geregelt sei. Besitzer von Spinnereien profitierten davon, dass es dort keine Arbeitsvorschriften zur Anzahl von Lehrlingen gebe, was dazu führe, dass nahezu alle regulären Arbeiterinnen und Arbeiter dort als noch schlechter bezahlte Lehrlinge schufteten.

terre des hommes kämpft gegen ausbeuterische Kinderarbeit und setzt sich dafür ein, dass Kindern weltweit ein Schulbesuch und eine Ausbildung erhalten.

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18.11.15

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