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Die Schule ist (k)ein Ort des Grauens: Engagement gegen häusliche und schulische Gewalt an Kindern

Ausgangslage

Die Salavan-Provinz im Süden von Laos ist eine der ärmsten Regionen des Landes. Die meisten Kinder haben weder Zugang zu Bildungs- noch Gesundheitsmaßnahmen. Dazu sind sie sowohl in der Schule als auch zu Hause körperlicher und emotionaler Gewalt ausgesetzt. Körperliche Bestrafungen wie zum Beispiel Schläge sind in Laos als Erziehungsmaßnahmen anerkannt und gesetzlich nicht verboten. Auch sexueller Missbrauch durch die Lehrer ist keine Seltenheit. Für viele Mädchen kommt außerdem das Risiko einer frühen Zwangsheirat hinzu.

Die terre des hommes-Partnerorganisation

Die »Association for Community Development« (ACD) wird bereits seit 1994 von terre des hommes unterstützt. Gemeinsam engagieren sie sich für den Schutz der Kinder in den Projektregionen sowie für die Entwicklung der laotischen Provinz-Dörfer zum Beispiel durch den Aufbau von Bildungs- und Gesundheitssystemen.

Maßnahmen und Wirkungen

Um die Lebensbedingungen der Kinder in der Provinz Salavan nachhaltig zu verbessern, arbeitet ACD eng mit der örtlichen Polizei und den Gemeinderäten zusammen. Lehrer, die ihre Schülerinnen sexuell missbraucht haben, werden angezeigt. Die Mädchen und Jungen, die Gewalt in der Schule oder auch zu Hause erfahren mussten, erhalten von ACD psychosoziale Unterstützung. Für ein präventives Vorgehen zum Schutz der Kinder suchen terre des hommes und ACD den Dialog zu allen relevanten Stellen, um sie auf die Thematik der Kinderrechte aufmerksam zu machen. Bereits mehr als 20 Freiwillige, Lehrerinnen und Lehrer sowie Gemeindemitglieder haben an Workshops zum Schutz von Kindern teilgenommen und verbreiten ihr Wissen als Multiplikatoren selbstständig weiter.

Herausforderungen und Planung

Viele Kinder, die Opfer von Gewalt und sexuellem Missbrauch geworden sind, schämen sich für das, was ihnen zugefügt wurde. Da die Täter oft aus Bekanntenkreisen stammen, sprechen die hilflosen Mädchen und Jungen nicht über ihre traumatischen Erlebnisse. ACD und terre des hommes wollen deshalb die Problematik der hohen Gewaltrate an Kindern und in Dörfern noch präsenter machen und die Familien dazu ermutigen, sich und ihren Kindern Hilfe zu holen.

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