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Syrien: terre des hommes bittet um Spenden für Kinder

terre des hommes unterstützt in Jordanien syrische Kinder und ihre Familien, die vor dem Bürgerkrieg aus Syrien in die Nachbarländer geflohen sind. Wir bitten weiterhin um Spenden unter dem Stichwort »Hilfe für Kinder in Syrien«.

Die terre des hommes Schwesterorganisationen Lausanne und Deutschland arbeiten in Jordanien für 6.540 syrische Kinder und ihre Familien in den Gastgemeinschaften im Norden des Landes. Mädchen und Jungen, die durch den Krieg traumatisiert wurden, einen Elternteil verloren haben, aus sehr armen Familien kommen oder in der Familie Gewalt erlitten haben. An fünf Orten, darunter ein Flüchtlingslager, können Kinder in den terre des hommes-Zentren spielen und lernen, Unterstützung bei allen Problemen und psycho-soziale Betreuung finden. terre des hommes versorgt die Kinder und Familien auch mit dringend benötigten Dingen, wie etwa Kleidung, Haushaltsgegenstände oder Medikamente. Die terre des hommes-Mitarbeiter beraten Eltern und Betreuer, erklären, warum Kinder verstört oder aggressiv reagieren und drängen bei Behörden und Gemeindevertretern darauf, dass die Belange der Kinder berücksichtigt werden. Die meisten syrischen Flüchtlinge in Jordanien leben nicht in Flüchtlingslagern, sondern in Städten und Gemeinden. Um die aufnehmenden Gemeinden zu unterstützten, betreut terre des hommes in den Zentren auch Kinder aus armen jordanischen Familien.

Geborgenheit finden, Widerstandskraft stärken

terre des hommes stärkt mit seinen Programmen in Kriegs- und Krisengebieten Kinder: Ziel ist es, das Wohlergehen der Kinder zu verbessern. Kinder, die schreckliche Erlebnisse überlebt haben, fühlen sich häufig wie gelähmt. Als ein Schutzmechanismus zieht sich die Unfähigkeit zu handeln durch ihren Alltag. Kinder verstehen diese Schutzmechanismen ihrer Seele ohne Hilfe von außen nicht und durchleben ihr Trauma immer wieder neu. Erinnerungen können immer wieder aufflammen. Der Zeitpunkt, an dem das geschieht, ist unberechenbar. Zusätzlich belastet die Kinder der Kontrollverlust über ihr eigenes Handeln schwer. Sie haben daher große Angst vor neuen Situationen, sind stark verunsichert, unterdrücken ständig die Erinnerungen und geraten schnell in Panik.

Das Spannungsfeld zwischen Verstehen und Überwinden der traumatischen Erinnerung und dem Leben des Alltags nach der Flucht in einer völlig neuen Umgebung zerreißt und zermürbt Kinder. Sie ziehen sich von der Außenwelt zurück und sind unausgeglichen. Auf Schulaufgaben oder Zukunftspläne können sie sich unter diesem Dauerstress nicht konzentrieren. Ihre Widerstandskraft sinkt, psychische und physische Krankheiten können die Folge sein.

terre des hommes fördert Kinder behutsam und kindgerecht, damit sie ihre eigenen Reaktionen auf schreckliche Ereignisse verstehen und überwinden können. Mädchen und Jungen können neue und positive Kräfte gewinnen, die sie in ihrer Entwicklung und im Alltag stärken. Dazu gehört es, sichere Räume für Kinder zu schaffen: Das sind geschützte Orte, in denen Kinder sich erholen und spielen können. Verschiedene Aktivitäten - Tanz, Musik, Malen, Theaterspielen - erlauben es, sich auszudrücken und stärken die Gemeinschaft. Körperübungen ermöglichen, Panikattacken zu bekämpfen und die Handlungsfähigkeit wieder zu erlangen. Sind Kinder traumatisiert, ermöglicht terre des hommes einzeltherapeutische Begleitung.

Auch Eltern oder Betreuer, Lehrerinnen und Nachbarschaften werden angesprochen, damit sie auf die Schutzbedürfnisse der Kinder eingehen und Mädchen und Jungen stützen und stärken.

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